Team Austria schlägt Finnland
Im Abendspiel des dritten Spieltages der A-EM besiegte Team Austria die finnische Mannschaft mit 30:7 und wahrt damit die - kleine - Chance auf eine Finalteilnahme. Die Männer aus dem hohen Norden kamen mit dem Angriff aufs Feld, wurden mit Mühe gestoppt und nach vier Spielminuten hatte RB Andrej Kliman Gelegenheit den Turbo zu zünden. Mit einem 75-Yard-Lauf sorgte er für die ersten Punkte. Zu Beginn des zweiten Viertels konnten die Finnen durch WR Markus Lievonen ausgleichen, ehe WR Jakob Dieplinger den alten Abstand wieder herstellte. Peter Kramberger sorgte mit einem 45 Yard Field Goal für den Pausenstand von 17:7.
Nach der Pause dominierten auf beiden Seiten die Defenses, ein Fumble der Finnen brachte die Österreicher wieder in Ballbesitz, der durch Mario Nerad ein Punkte umgemünzt wurde. Im letzten Viertel folgte dann der große Auftritt von Florian Grein, der neben einem Touchdown weitere wertvolle Yards erzielte und am Ende verdientermaßen zum MVP der Partie gewählt wurde. Die letzten Minuten war bei Team Austria Backup-QB Thomas Haider under Center, er brachte die Rot-Weiß-Roten noch knapp vor die gegnerische Endzone, wo sie schließlich abknieten.
Team Austria begann und beendete das Spiel gegen Finnland, als ob die Partie gegen Deutschland nie stattgefunden hätte. Die Defense war gut und sicher wie immer, die Offense zeigte sich vollkommen verwandelt. Von Beginn weg setzte man mit dem Laufspiel auf alte Stärken, die zwischendurch eingestreuten Kurzpässe erzielten die gewünschte Wirkung. Auch als die Finnen im ersten Viertel sehr stark dagegenhielten, machte sich keine Nervosität bei den Österreichern breit. Der wesentlich variantenreichere Angriff beschäftigte nicht nur die Defense des Gegners, sondern gab, neben Andrej Kliman, auch Florian Grein und Mario Nerad Gelegenheit ihr Können zu zeigen. Turnovers fanden auf österreichischer Seite keine statt, der einzige Makel - wenn man unbedingt einen finden muss - war ein verschossener PAT. Team Austria hat heute getan, was es tun musste um die theoretische Möglichkeit zum Finaleinzug zu waren. Viel wichtiger war die Partie aber für die Reparatur des angeknacksten Selbstvertrauens, der kollektive Seufzer der Erleichterung über den Sieg war auf beiden Seiten der Lahn weithin zu hören.
© Kratky - 28.07.2010

Und er sah, dass es gut war: Head Coach Rick Rhoades ist zufrieden mit seiner Mannschaft. (© Kratky)
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zum Ranking vom 16.06.2013