Tu felix Austria III

Dragons, Giants, Raider oder Vikings? Egal, gestern waren alle Rot-Weiß-Rot...672.000 Einwohner hat Frankfurt, 666.000 davon haben gestern die Eröffnung der A-EM 2010 versäumt. Ergänzt um 1.000 Österreicher wurden gerade einmal 7.000 Personen Zeuge, wie sich, in einem spannenden aber keinesfalls hochklassigen, Spiel Team Austria selbst besiegt und Gastgeber Deutschland mit 22:20 den Sieg davonträgt. Auf dieses Spiel wurde seit einem Jahr hingefiebert, es wurde als vorweggenommenes Finale bezeichnet - dass die Nervosität groß war, kam nicht überraschend. Dass die Österreicher die Nervosität die ganze Partie über nicht ablegen können und in der Offense ein Fehler nach dem anderen passiert - überraschte schon eher.

Vor allem in der ersten Halbzeit verlieren die Rot-Weiß-Roten den Ball bei jeder sich bietenden Gelegenheit, insgesamt sieben Fumbles und drei Interceptions sprechen eine deutliche Sprache. Vor der Pause sind es vor allem zwei Dinge die Österreich im Spiel halten: Die heimische Defense, die aus den diversen Turnovers gerade einmal zwei Field Goals zulässt und die Strafen, die man auf deutscher Seite en-masse kassiert. Die schmerzlichste Strafe bekommt trotzdem Team Austria: Ein Holding in der eigenen Endzone sorgte für einen Safety und verschafft Deutschland die zwei Punkte, die schließlich zum Sieg reichten. Wenn die österreichische Defense in Probleme kam, dann beim Pass auf die wieselflinken Receiver, das Laufspiel hatte man dagegen besser unter Kontrolle.

Die zweite Halbzeit verlief besser für die Österreicher, unverständlicherweise wurde erst jetzt das Laufspiel über Andrej Kliman - mit Erfolg - gezündet. Die letzten Sekunden zeigten aber neuerlich die Nervosität der Mannschaft und die fehlende Abgebrühtheit des Quarterbacks: Statt den Ball mit wenigen Sekunden auf der Uhr zu spiken, warf QB Christoph Gross einen hastigen Hail Mary. Jakob Dieplinger versuchte wirklich alles an den Ball zu kommen und diesen unter Kontrolle zu bringen, scheiterte letztlich aber zwischen zwei deutschen Verteidigern. Die Uhr stand schon lange auf Null, Deutschland gewann verdient - mit einem Ergebnis, das den Österreichern schmeichelt.

Der Finaleinzug ist mit der Niederlage in weite, theoretische Ferne gerückt, ein Preis ist den Österreichern aber sicher: Der für den treuesten, buntesten und lautstärksten Anhang. Die etwa 1.000 angereisten Österreicher verwandelten ihren Sektor in ein rot-weiß-rotes Meer und verliehen der ansonsten eher leeren Commerzbank-Arena einen Hauch von Hoher Warte oder Tivoli. Wenigstens in dieser Hinsicht war Austria gestern "felix".

Kratky - 25.07.2010

Dragons, Giants, Raider oder Vikings? Egal, gestern waren alle Rot-Weiß-Rot...

Dragons, Giants, Raider oder Vikings? Egal, gestern waren alle Rot-Weiß-Rot... (© Kratky)

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