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Team-Schließung wegen Doping

Die Football-Mannschaft von Waterloo darf in diesem Jahr nicht am Spielbetrieb teilnehmen.Der kanadische College Football wird derzeit von einem Doping-Skandal erschüttert, der zur Schließung eines ganzen Teams geführt hat. Die University of Waterloo aus der Provinz Ontario hat ihr Football-Team für die Saison 2010 aus dem Wettbewerb genommen, nachdem neun Spieler positiv auf die Einnahme von Dopingmitteln getestet worden waren. Man sei zu allererst dem Wohl der Studenten verpflichtet, aber auch dem Kampf gegen Dopingmissbrauch auf allen Ebenen des Sports, sagte der Kanzler der Universität zu seiner Entscheidung. „Wir müssen das Thema offensiv angehen, um das Prinzip zu verdeutlichen, dass Waterloo für fairen und sauberen Sport steht.“ Vier der positiv getesten Spieler haben die Einnahme von Dopingmitteln inzwischen eingestanden und werden für zwei Jahre gesperrt. Auslöser des Skandals war die Verhaftung von WR Nathan Zettler im März wegen des Besitzes und der Weitergabe von Annabolika und des Wachstumshormons HGH. Nach Zettlers Verhaftung ordnete die Universität einen Doping-Test für den gesamten Football-Kader durch das Canadian Centre for Ethics in Sports an. „Die Tests werden gemacht, um die Schuldigen zu entlarven und diejenigen zu entlasten, die unter dem geringsten Verdacht stehen könnten“, begründete Bob Copeland, der Athletic Director von Waterloo, die ungewöhnliche Maßnahme.

Die Entscheidung, das Football-Team in diesem Jahr nicht spielen zu lassen, traf erwartungsgemäß nicht nur auf Zustimmung. Einige Spieler kritisierten sie als unfair gegenüber der großen Mehrheit der Spieler, die nicht gedopt haben, und störten sich besonders daran, dass man von Seiten der Universität ursprünglich gesagt hätte, dass man mit den vom Doping-Verdacht befreiten Spielern weitermachen werde. „Das ist meiner Meinung nach inakzeptabel. Man hatte uns gesagt, wir sollten uns auf die kommende Saison freuen. Ich möchte mal wissen, wer diese Entscheidung getroffen hat“, sagte zum Beispiel QBLuke Balch gegenüber Journalisten. Universitätskanzler Feridun Hamdullahpur äußerte Verständnis dafür, dass Spieler, Coaches und Fans Probleme damit haben, diese Entscheidung zu akzeptieren, verwies aber darauf, dass es um mehr gehe, darum, im Interesse zukünftiger Spieler eine klare Position gegen Dopingmissbrauch im College-Sport zu beziehen.

Waterloo will ab 2011 wieder am Spielbetrieb teilnehmen und hat die Spieler gebeten, die Universität nicht zu verlassen. Es wird aber erwartet, dass zumindest ein Teil der Spieler an andere Universitäten wechselt, nachdem der College-Sport-Verband CIS Waterloos Spielern erlaubt hat, zu wechseln ohne die sonst bei Universitätswechseln übliche Sperre für ein Jahr.

Hoch - 28.06.2010

Die Football-Mannschaft von Waterloo darf in diesem Jahr nicht am Spielbetrieb teilnehmen.

Die Football-Mannschaft von Waterloo darf in diesem Jahr nicht am Spielbetrieb teilnehmen. (© Getty Images)

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