Frauenfootball WM eröffnet - USA schlagen Österreich
Pünktlich um 13 Uhr Ortszeit wurde am Sonntag im Stockholmer Stadion Zinkensdamm der erste Kickoff der ersten Partie zwischen den USA und Österreich während der ersten Frauenfootball Weltmeisterschaft durchgeführt. Bei soviel Premierenfieber mochte es auch nicht verwundern, dass der Favorit USA klar Österreich mit 63:0 bezwingen sollte. "Ich bin natürlich mit dem Sieg zufrieden, meinte US-Head-Coach John Konecki. „Wir versuchten die Balance zwischen Lauf- und Passspiel zu halten und nutzten die Chancen, die uns die österreichische Defense zur Verfügung stellte.“ Wir starteten zwar etwas langsam, fanden aber bald unseren Rhythmus.“
Die Amerikanerinnen begannen ihren Touchdownreigen mit der New Yorkerin Adrienne Smith, die einen 52-Yard-Pass von ihrem Quarterback Jennifer Schmidt fangen konnte und gestatteten der Alpenrepublik während der vier Viertel nur wenig Spielraum. Bereits nach wenigen weiteren Spielminuten sollte Rusty Sowers mit ihrem fünf Yards Catch ihre Mannschaft mit 13:0 in Führung bringen. Auch behielt das amerikanische Team die Nerven, als ein Interception Return Touchdown durch Sharon Vasquez aus Pittsburgh nicht gezählt wurde. Jennifer Blum von den Sharks aus New York fing schließlich Melissa Gallegos kurzen 14-Yard-Pass und vergrößerte den verdienten Vorsprung auf 19 Zähler. Noch vor dem Pausenpfiff sollten Jessica Springer und Danilynn Welniak erneut ihre Farben zum Jubeln verleiten und mit einem 24 Yards Rush, beziehungsweise 14 Yards Passfang die Vereinigten Staaten vorzeitig auf die Siegerstrasse bringen. Dass schließlich die USA mit einem 42:0 Zwischenergebnis in die Kabinen gingen, war wiederum Adrienne Wilson aus Boston, Jessica Springer und Rusty Sowers zu verdanken.
Im dritten und vierten Viertel wollte die Überlegenheit der Amerikanerinnen nicht abbrechen, die als Ganzes über einen nicht aufholbaren Vorsprung in punkto Schnelligkeit, Ausdauer und Spielverständnis verfügten. Österreich gelangen nur wenige First Downs und konnte nur einmal im dritten Viertel ein paar Yards für sich sichern. Die US-Defense erlaubte dem Team Austria kein Durchkommen, so dass schnell wieder die US-Offense das Spielgerät übernahm. Jessica Springer übernahm schließlich wieder die Initiative und erhöhte mit einem 45 Yards Rush auf 56:0.
Quarterback Sami Grisafe setzte schließlich den krönenden Schlussstand, als die Spielerin der Chicago Force mit einem 3 Yards Schlussspurt ein letztes Mal die österreichischen Linien durchbrach und den verdienten 63:0 Endstand sicherstellte.
Die USA haben mit ihrem klaren Erfolg ihre Ambitionen unterstrichen, den Titel der ersten Weltmeisterschaft mit nach Hause zu nehmen und die Frage ist zu stellen, ob es in den folgenden Spieltagen ein Team vermag, sich ihnen erfolgreich in den Weg zu stellen.
© Schlüter - 27.06.2010

Adrienne Smith läuft allen davon (© IFAF / R. Ronnkvist)
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