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Offenes Rennen bei Penn State

Einer der beiden Kandidaten: Kevin NewsomeNachdem in den vergangenen beiden Jahren Daryll Clark das Spiel der Nittany Lions lenkte, muss Penn State vor der kommenden Spielzeit einen Nachfolger für den Quarteback finden, der in seiner Karriere mehr Touchdowns (43) für die Universität warf als jeder andere. Die Fußstapfen, des von den Washington Redskins nach der Draft verpflichteten Passgebers, werden also nicht allzu leicht zu füllen sein. Vor allem weil die beiden für diese Aufgabe bereitstehenden Kandidaten ihr Können bislang noch nicht wirklich abrufen konnten.

Die Rede ist von Kevin Newsome und Matt McGloin, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Job als Starter in der Saison 2010 liefern. Hohes Tempo und spektakuläre Highlights sucht man in diesem Rennen aber vergeblich. Beim Scrimmage zum Abschluss der Trainingsaktivitäten in diesem Frühjahr zeigten die beiden Quarterbacks jedenfalls eine mehr als durchwachsene Leistung. Newsome, der gemeinhin als der talentiertere Spieler angesehen wird, brachte gerade einmal fünf von zwölf Pässen an den Mann und sorgte so für 50 Yards Raumgewinn. Auch mit seiner Beweglichkeit konnte bei dem im ganzen Land übertragenen Scrimmage nicht punkten: Zwar war Newsome auch außerhalb der Pocket anzutreffen, dann aber nur, um sich mehr Zeit für den kommenden Pass zu erkaufen. Laufversuche gab es nur vier, der Raumgewinn beschränkte sich auf sechs Yards. Möglich, dass dies eine Maßnahme von Head Coach Joe Paterno war, um dem Spieler so die Möglichkeit zu geben, sich auf seine eigene Aufgabe zu konzentrieren.

Bei dieser war sein Konkurrent Matt McGloin ebenfalls nicht sehr erfolgreich: 10 von 23 Passversuchen kamen an, 110 Yards sprangen heraus, doch zwei der Pässe landeten auch bei der Defense. „Wir fangen gerade erst an und haben noch einiges zu tun“, kommentierte McGloin das Spiel. „Die Offense beginnt uns zu respektieren und fühlt sich unter unserer Führung immer wohler.“ Tatsächlich kamen die beiden in den vergangenen Jahren kaum zu Snaps in Spielen und können sich deswegen auch sicher sein, dass die Coaches sie nicht unter zu großen Druck setzen werden. „Die beiden Jungs sind im Moment etwa auf Augenhöhe“, sagte Paterno nach dem Spiel. „Sie arbeiten hart und machen Fortschritte. Sie haben Potenzial... Wir werden sehen, was wir erreichen können.”

Vielleicht erweist sich aber auch die alte Redensart „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“ als richtig. Denn den besten Eindruck beim Scrimmage im Beaver Stadium hinterließ Freshman Paul Jones. Er durfte zwar nur wenig aufs Feld, doch mit fünf kompletten Pässen bei acht Versuchen für 67 Yards und zwei Touchdowns sprechen schon die nackten Zahlen eindeutig für ihn. Doch Joe Paterno ist ein Coach alter Schule, der junge Spieler – und Jones ist noch nicht einmal 18 – eher schont, vor allem, wenn es sich um Quarterbacks handelt. So ließ er den Star des Abends auch nicht mit den Medien sprechen. Stattdessen äußerte er sich selbst zu der Situation und erstickte die aufkommende Diskussion nahezu im Keim: „Wir versuchen gerade zu klären, wie wir mit den beiden Spielern umgehen, die in der Rangfolge vor ihm stehen. Natürlich kann er einige Dinge gut. Andere wiederum nicht so gut, aber er arbeitet hart daran.“

Sowieso will man sich bei Penn State nicht so gerne in die Quarterbackfrage hineinreden lassen. Jay Paterno, Sohn von Head Coach JoePa und Quarterback Coach der Nittany Lions, ist sich des besonderen Drucks dieser Situation sehr wohl bewusst: „Ich wurde schon ein paar Stunden nach unserem Sieg beim Capitol One Bowl gefragt, wer in der kommenden Saison der Starter sein wird. Das war wohl ein neuer Rekord. Viele werden bei der Entscheidung ihre Hilfe und ihre wohlgemeinten Ratschläge anbieten – das kann jederzeit, an jedem Ort und von jedem kommen. Sogar Zehnjährige haben mir schon ihre Meinung mitgeteilt. Aber der Einzige, dessen Meinung ich bei der Entscheidung zulasse, ist der Head Coach.“ Doch nicht nur sind die Gedanken der beiden Paternos die einzigen, die zählen. Sie sind auch anderen nicht zugängig. „Es gibt immer wieder Berichte, in denen ‚Insider’ zitiert werden. Doch solange sie keinen Chip in den Kopf des Trainers eingepflanzt haben, sollte man solche Quellen immer mit äußerster Vorsicht genießen.“

Außerdem betont Paterno, dass nicht nur während der Entscheidungsfindung keine Meinungen von außen zugelassen werden, sondern dass auch im Nachhinein keine Kritik zugelassen wird. „Es wird immer einige Fans geben, die mit einer solchen Entscheidung nicht einverstanden sind. Sie haben eben ihren Favoriten und wenn dieser dann nicht startet, ist der Coach dumm, unfair oder inkompetent – und manchmal auch alles drei auf einmal. Es gibt ja auch Fans, die denken, dass immer der ältere Spieler zum Starter ernannt wird. Doch letztendlich gibt es nur einen Grund, warum College Coaches einen Spieler aufstellen: Weil sie der Meinung sind, dass dieser Spieler ihnen helfen wird, Spiele zu gewinnen.“ Wenn sich Vater und Sohn Paterno nach dem Scrimmage an diese Regel halten, ist aus dem Zweikampf um die Quarterback-Position bei den Nittany Lions ein Dreikampf geworden.

Garn - 26.04.2010

Einer der beiden Kandidaten: Kevin Newsome

Einer der beiden Kandidaten: Kevin Newsome (© Getty Images)

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