Bobby Bowden und die 33
In der Numerologie gilt die 33 als die höchste Meisterzahl. Auch für Bobby Bowden wird diese Zahl nachhaltig in Erinnerung bleiben. Denn der Gator Bowl war das 33 und letzte Bowl-Spiel, das der scheidende Head Coach der Florida State Seminoles bestritt. Da war es dann umso schöner für ihn, dass ihm seine Mannschaft zum Abschluss seiner langen Karriere noch einen Erfolg bescherte. Denn die West Virginia Mountaineers wurde mit 33:21 in die Schranken verwiesen. Bowdens Spieler taten alles, damit der Trainer nach 57 Jahren im Footballgeschäft noch einen schönen Abschied feiern konnte.
Jermaine Thomas lief für 121 Yards und zwei Touchdowns, E.J. Manuel, der zum MVP der Partie gekürt wurde, warf für 189 Yards und erzielte einen weiteren Touchdown selbst. „Der Sieg war dann noch mal ein schöner Bonus“, freute sich Bowden nach seinem letzten Spiel. Den Triumphzug auf den Schultern seiner Spieler hielt er allerdings nur ein paar Schritte aus. „Es war Zeit abzusteigen.“ Der Erfolg sorgte zugleich dafür, dass die Seminoles zum 33. Mal in Folge eine Saison mit einer positiven Bilanz beenden konnten.
Allerdings ist der Erfolg nur mäßig. Denn zum dritten Mal innerhalb der vergangenen vier Jahre kann Florida State eine Saison mit nur sieben Siegen abschließen – bei sechs Niederlagen. Dieser Fall in die Mittelmäßigkeit war auch einer der Hauptgründe, warum die Rufe in Tallahassee nach Bowdens Rücktritt immer lauter wurden. Doch in Jacksonville, dem Austragungsort des Gators Bowl, waren an diese Rufe zumindest verstummt und Bowden wurde nach der Partie lautstark gefeiert.
Die Mountaineers waren der Wunschgegner von Florida State, hatte Bowden in West Virginia doch seine lange Karriere als College-Trainer begonnen. Und sie taten zu Beginn auch alles, damit es den Seminoles so schwer wie möglich fallen würde, das Spiel zu gewinnen. In den ersten beiden Drives konnten die Mountaineers gleich zwei Touchdowns erzielen, stießen dabei nur auf wenig Gegenwehr durch die Abwehr der Seminoles.
Doch das war es dann auch schon mit der Herrlichkeit aus West Virginia. Denn dann spielten nur noch die Seminoles. Bis zum Beginn des letzten Viertels hatte Florida State 20 Punkte erzielt und so einen 3:14-Rückstand in eine 23:14-Führung verwandelt. QB E.J. Manuel war es dann vorbehalten neun Minuten vor dem Ende den letzten Touchdown des Tages – und für Bobby Bowden zu erzielen. Das Field Goal durch K Dustin Hopkins sorgte dann für eine weitere göttliche 33.
© Hundt - 02.01.2010

Bobby Bowden bei seinem letzten Triumphzug nach dem Sieg seiner Seminoles gegen West Virginia (© Getty Images)
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