Nittany Lions gewinnen Schlammschlacht
Ein 21-Yard-Field-Goal eine knappe Minute vor Spielende verhalf Penn State zu einem 19:17-Erfolg gegen LSU im Capital One Bowl in Orlando (Florida). Es war der erste Sieg der Nittany Lions in dieser Saison gegen ein in den Top 25 platziertes Team. Die Qualität des Spiels litt unter den mieseraben Platzverhältnissen. Durch stundenlange Regenfälle war der Rasen völlig aufgeweicht, sodass die Spieler oft mehr mit dem glitschigen Boden zu kämpfen hatten als mit dem Gegner. „Es hat trotzdem Spaß gemacht. Wir hätten das bei einer Niederlage auch nicht als Entschuldigung nehmen können, weil sie (die Tigers) auch auf diesem Boden spielen mussten. Das letzte Mal, dass ich in einem Spiel unter solchen Bedingungen gespielt habe, spielte ich als kleiner Junge mit den Lower East Side Broncos und mein Vater war der Head Coach“, nahm zumindest Penn States Head Coach Joe Paterno die Rahmenbedingen von der lustigen Seite.
Paternos Team kam insgesamt damit besser zurecht, holte knapp 100 Yards mehr Raumgewinn und war 17 Minuten länger in Ballbesitz. Das einzige Manko war, dass man nur einmal zum Touchdown kam, zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels, als WR Derek Moye seinem Gegenspieler Patrick Peterson entwischte und mit einem 37-Yard-Fang den Touchdown zum 7:0 erzielte. Danach reichte es dreimal nur zu kurzen Field Goals (26, 18 und 20 Yards), sodass LSU vom Ergebnis her in Reichweite blieb. Das war umso ärgerlicher, als man zweimal durch Ballverluste der Tigers in hervorragender Ausgangsposition in Ballbesitz gekommen war. Knapp vier Minuten vor Ende der ersten Halbzeit begann man einen Angriff nach einer Interception plus 3-Yard-Return an LSUs 23-Yard-Linie, knapp fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels einen weiteren nach einem Fumble von RB Stevan Ridley an LSUs 20-Yard-Linie. Beide Male gelangen, wie schon gesagt, nur Field Goals.
LSU war erst spät etwas in Fahrt gekommen. Nach dem 16:3 begann man den nächsten Angriff dank eines kurzen Kickoffs (28 Yards) und eines 11-yard-Returns an Penn States 47-Yard-Linie und brauchten nur vier Spielzüge zum Touchdown. Nach zwei 13-Yard-Pässen von QB Jordan Jefferson auf WR Terrance Toliver brachte Ein 24-Yard-Pass auf WR Brandon LaFell den Touchdown zum 10:16, und nachdem Penn State nur eine knappe Minute später hatte punten müssen, reichten fünf Spielzüge, um die 49 Yards bis zur Endzone zu überbrücken. Der Schlüssel war ein 39-Yard-Pass auf Toliver bis an die 1-Yard-Linie bei einem dritten Versuch. Ridley erzielte im nächsten Spielzug den Touchdown.
Nach je einem Punt gelang Penn State die beste Angriffsserie des Spiels (zwölf Spielzüge, 65 Yards, fünf Minuten und 57 Sekunden Ballbesitz), die mit einem 21-Yard-Field-Goal zum 19:17 abgeschlossen wurde. LSU erreichte anschließend mit zwei Spielzügen die 45-Yard-Linie von Penn State, wurde dann aber durch eine umstrittene Personal-Foul-Strafe zurückgeworfen. Dieser letzte Angriff endete nach fünf Spielzügen mit einem Fumble von WR Rueben Randle an Penn States 33-Yard-Linie nach gefangenem 25-Yard-Pass.
© Hoch - 02.01.2010

K Collin Wagner erzielt kurz vor Schluss das entscheidende Field Goal zum 19:17-Sieg für Penn State. (© Getty Images)
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