Versöhnliches Ende für Panthers
Befürchtungen, Pittsburgh könnte nach der verspielten Teilnahme an einem der Top-Bowls im Meineke Car Care Bowl nicht motiviert genug sein, bestätigten sich nicht. Mit einem 19:17-Sieg gegen North Carolina holten die Panthers zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder zehn Siege in einer Saison, für Head Coach Dave Wannstedt ein Beleg dafür, dass Pittsburgh wieder ein „National Contender“ sei, wie er unmittelbar nach dem Spiel sagte. Das wird sich erst noch zeigen müssen. In diesem Jahr hatte man schon die Chance zu mehr (Conference-Titel), verspielte die aber mit knappen Niederlagen in den letzten beiden Spielen, wobei vor allem die Niederlage gegen Cincinnati (44:45 nach 31:10-Führung) schmerzte.
Das Spiel gegen North Carolina hätte sich daran beinahe nahtlos angeschlossen. Die Panthers hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, holten da mehr als zwei Drittel ihrer Yards, ließen aber einige gute Chancen aus und wären dafür fast bestraft worden. Am Ende des ersten Ballbesitzes vergab man einen Field-Goal-Versuch aus 40 Yards Entfernung, beim zweiten war RB Dion Lewis schon fast in der Endzone, verlor dann aber den Ball, der durch die Endzone ins Aus trudelte, zum Touchback (Ballbesitz North Carolina an der 20-Yard-Linie). Und beim dritten Ballbesitz, der nach einem Fumble der Tar Heels an deren 40-Yard-Linie begonnen hatte, blieb nach Erreichen der 13-Yard-Linie nur ein kurzes Field Goal zum 3:7. North Carolina hatte es besser gemacht und seinen ersten Ballbesitz mit einem Touchdown beendet (14-Yard-Pass von QB T.J. Yates auf WR Greg Little).
Pittsburgh führte zur Pause zwar mit 13:10, kam in der zweiten Halbzeit aber nur dreimal richtig in Ballbesitz (das vierte Mal bestand aus einem Spielzug sechs Sekunden vor Spielende) und wurde die ersten beiden Mal von North Carolinas Abwehr komplett abgemeldet. Die insgesamt 13 Spielzüge dieser beiden Angriffsserien brachten nur acht Yards Raumgewinn, aber immerhin noch das Field Goal zum 16:10 am Ende des ersten Ballbesitzes. North Carolina hatte darauf mit einem schönen Angriff (zehn Spielzüge, 70 Yards) geantwortet und war mit einem 14-Yard-Pass von Yates auf Little mit 17:16 in Führung gegangen.
Der dritte Angriff der Panthers in Halbzeit zwei (17 Spielzüge, 79 Yards, acht Minuten und 47 Sekunden Ballbesitz) lief dann zunächst wieder so wie die erste Halbzeit, aber ob es ohne einen Fehler der Tar Heels zum Sieg gereicht hätte, darüber kann man nur noch spekulieren. In 13 Spielzügen, zehn davon Läufe von RB Dion Lewis für 49 Yards ging’s von der eigenen 5-Yard-Linie bis an die gegnerische 30. Dann fehlten zwei Yards zum First Down. North Carolina leistete sich eine Offsides-Strafe. So blieb Pittsburgh in Ballbesitz, holte noch 14 Yards, ehe K Dan Hutchins aus 33 Yards zum Sieg traf. Wannstedt gab später zu, dass man bewusst versucht hatte, North Carolina ins Abseits zu locken, sagte aber auch, dass man, wenn das nicht geglückt wäre, ein Field Goal aus dann circa 48 Yards Entfernung versucht hätte, was angesichts von Hutchins‘ Fehlschuss im ersten Viertel riskant gewesen wäre.
© Hoch - 27.12.2009

RB Dion Lewis war einmal mehr der spielentscheidende Mann bei den Pittsburgh Panthers. (© Getty Images)
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