Colt McCoy ist nicht zu stoppen
Es war der Tag, an dem Colt McCoy wieder einmal Geschichte schreiben konnte. Nach dem 47:14-Erfolg der Texas Longhorns gegen die Baylor Bears konnte sich der Spielmacher der Longhorns über den 42. Erfolg in seiner College-Karriere freuen. Gemeinsam mit David Green hält er nun den NCAA-Rekord für die meisten Siege als Starting-Quarterback. „Jedes Mal, wenn du das Feld betrittst, dann willst du eigentlich nur dein Bestes geben um deinem Team zum Erfolg verhelfen“, gab sich McCoy nach dem Spiel bescheiden. Bis zum Ende gelang ihm das durchaus passabel. Schon im dritten Viertel hatten sich die Longhorns gegen die sich wohl schon im Winterschlaf befindenden Bears ein 40:0-Führung heraus gespielt, war Baylor einfach nicht das Team, das Texas auf seinem Weg zum Endspiel der Big 12 hätte ein Bein stellen können. Doch angesichts der Tatsache, dass die Longhorns nach zehn Spielen immer noch ungeschlagen sind, könnte für McCoy im letzten Jahr seiner Collegelaufbahn noch ein viel wichtigeres Spiel winken: Das Finale um die National Championship.
Zum neunten Mal in Folge haben die Longhorns nun mindestens zehn Saisonspiele gewonnen. Nun will Col McCoy alles daran setzen, dass er seiner eindrucksvollen Bilanz im Collegefootball nun nicht nur den Titel in der Big 12 holen, sondern auch zum Abschluss die BCS-Trophy in den Händen halten. Beide Titel fehlen dem Spielmacher noch in seiner Vita. Baylor war auf dem Weg dorthin nicht mal ein Stolperstein. Die Defense der Longhorns spielte mit der Offense der Bears Katz und Maus. Die Abwehr der Texaner verzeichnete drei Interceptions und einen Safety. Schon nach dem dritten Viertel konnte sich McCoy beruhigt an die Seitenlinie stellen. Nach der 40:0-Führung war sein Tagwerk vollbracht.
Rund 44.000 Fans sorgten bei den Baylor Bears für den größten Zuschauerzuspruch in einem Spiel der Big 12, den die Bären jemals hatten. Doch da es nicht einmal 100 Meilen bis nach Austin sind, fanden auch zahlreiche Fans der Longhorns den Weg nach Waco. So wurde es dann doch mehr zu einem weiteren Heimspiel für die Longhorns, denn mehr als die Hälfte der Zuschauer war im Orange von Texas gekleidet. Baylor war von Beginn an auf verlorenem Posten, was aber auch daran lag, dass QB Nick Florence nach dem ersten Touchdown der Gäste seine erste von drei Interceptions warf. Bis an die Vier-Yard-Line hatte der Freshman die Hausherren geführt. Doch seinen Pass in die Endzone fing Aaron Williams ab, die Hausherren sollten erst im letzten Viertel zu Punkten kommen. Denn von da an bestimmten die Gäste das Spiel und die Aktionen.
© Hundt - 15.11.2009

Colt McCoy fand die richtigen Worte. (© Getty Images)
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