Panthers besiegen Irish
Die Talfahrt der Notre Dame Fighting Irish nimmt weiter an Schwung auf. Nach der peinlichen Niederlage gegen Navy musste unbedingt ein Siege gegen die Pittsburgh Panthers her, um der Saison wenigsten nach außen hin einen positiven Anstrich zu verleihen. Doch die von Ex-Miami-Dolphins-Head-Coach Dave Wannstedt trainierten Panthers (einst das College-Team des großen Dan Marino) waren eine Nummer zu groß für die Irish. Mit 22:27 verloren die Irish zwar nur knapp, doch eine wirkliche Chance auf ein Comeback stand nie zu Debatte.
Die Panthers zeigten den Irish deren Schwächen deutlich auf, die da wären: Nicht in der Lage zu sein, Druck auf den gegnerischen Quarterback auszuüben; kein Mittel gegen ein flexibles Laufspiel zu haben; ein Secondary Backfield sein eigen zu nennen, dass höchsten nur Mittelmaß ist; eine Offensive Line, die nur selten in der Lage ist, Blitze des Gegners aufzunehmen; etc. Und last but not least wollen wir auch über das schwache Playcalling nicht den Mantel des Schweigens werfen. Doch da sollen sich andere ihr Mütchen kühlen.
Aber es gibt auch ein paar Lichtblicke, auf die sich aufbauen ließe. QB Jimmy Clausen wird mit jedem Jahr besser und könnte nächste Saison ganz groß rauskommen, so er denn nicht dem Ruf der NFL erliegt, obwohl er noch eine Saison spielberechtigt wäre. Die beiden Wide Receiver Golden Tate und Malcolm Floyd sind in Topform von keinem unter Kontrolle zu bekommen. TE Kyle Rudolph (fehlte leider gegen Pittsburgh) gehört mit zu den Besten auf dieser Position. Das Laufspiel um RB Armando Allen Jr. ist noch ausbaufähig, doch hier kommt die schwache O-Line wieder ins Spiel.
Noch folgen die Spiele gegen Connecticut und gegen USC-Bezwinger Stanford. Wenn alle Stricke reißen, dass gibt es am Ende nur eine 6-6-Bilanz und ob dann noch Head Coach Charlie Weis zu halten ist, wage ich zu bezweifeln. Eigentlich können ihm nur noch zwei Siege seinen Job retten, doch so oder so ist klar: Weis ist nicht der Heilsbringer geworden, den man sich erhofft hatte.
© Gohlke - 15.11.2009

Dave Wannstedt (© Getty Images)
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