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Geheimtipp doch nur Mittelmaß

Die Abwehr von Rutgers bekam Pittsburghs RB Dion Lewis nie in den Griff.Rutgers war für einige Fachleute vor der Saison eines der potenziellen Überraschungsteams der Spielzeit 2009, nach der 17:24-Niederlage der Scarlet Knights gegen Pittsburgh sind deren Träume von Platz eins in der Big East Conference und der damit verbundenen Qualifikation für den Orange Bowl endgültig geplatzt, nachdem man zum Auftakt der Saison schon gegen den letztjährigen Conference Champion Cincinnati auf eigenem Platz verloren hatte. Das Spiel unterstrich einmal mehr die entscheidende Schwäche bei Rutgers: Gegen stärkere Gegner wie Pittsburgh und Cincinnati bekommt man mit dem Laufspiel keinen Stich (33 Yards und 1,5 Yards pro Lauf gegen Cincinnati, 38 Yards und 1,9 Yards pro Lauf gegen Pittsburgh). Die 183 Yards pro Spiel in der Gesamt-Statistik sind reines Blendwerk. Das setzt QB Tom Savage, einen College-Neuling, zu stark unter Druck.

Ein anderer Spieler im ersten College-Jahr machte es auf Seiten von Pittsburgh besser. RB Dion Lewis holte mit 31 Läufen 180 Yards und erzielte zwei Touchdowns (1-Yard-Lauf zum 17:7 dreieinhalb Minuten vor Ende der ersten Halbzeit, 58-Yard-Lauf zum 24:10 etwas mehr als fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels). Pikante Randnotiz: Lewis hatte High School Football in New Jersey, wo Rutgers beheimatet ist, gespielt, war von den Coaches von Rutgers aber nicht für gut genug befunden worden, um ihm ein Football-Stipendium anzubieten. Lewis spielte diesen Punkt, von Journalisten darauf angesprochen, allerdings herunter. „Ich habe da wirklich nicht groß dran gedacht. Ich wollte nur gut spielen und meiner Mannschaft helfen, zu gewinnen“, sagte er bescheiden. Diese Bescheidenheit ist aber fehl am Platze. Lewis ist mit 123 Yards pro Spiel einer der besten Running Backs im bisherigen Saisonverlauf und ein gleichwertiger Ersatz für LeSean McCoy (jetzt Philadelphia Eagles), der in den letzten Jahren das Rückgrat in Pittsburghs Angriff gewesen war.

Rutgers kam nur unter Mithilfe der Panthers zu seinen beiden Touchdowns. Beim ersten Ballbesitz des Spiels mussten die Scarlet Knights nach sechs Spielzügen, die sie von der eigenen 22-Yard-Linie bis an Pittsburghs 39-Yard-Linie geführt hatten, punten. Ein Fumble beim Kickoff Return brachte Rutgers aber sofort wieder in Ballbesitz, an der 11-Yard-Linie der Gäste. Im nächsten Spielzug lief RB Mohamed Sanu zum Touchdown. Auch der Touchdown der Scarlet Knights zum 17:24 gut neuneinhalb Minuten vor Spielende resultierte aus einem Ballverlust der Panthers. Nach einem Fumble von QB Bill Stull an der eigenen 49-Yard-Linie bei einem Quarterback Sack warf Savage sechs Spielzüge später einen 19-Yard-Touchdown-Pass auf WR Tim Brown. Weil Pittsburgh im Anschluss daran den Ball mehr als sieben Minuten hielt (letztlich vergab man aber einen 30-Yard-Field-Goal-Versuch), kam der Angriff von Rutgers nur noch einmal aufs Feld, und dieser letzte Ballbesitz endete 62 Sekunden vor Schluss mit einem Fumble von Sanu an der eigenen 47-Yard-Linie.

© Hoch - 17.10.2009

Die Abwehr von Rutgers bekam Pittsburghs RB Dion Lewis nie in den Griff.

Die Abwehr von Rutgers bekam Pittsburghs RB Dion Lewis nie in den Griff. (© Getty Images)

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