Longhorns mit Arbeitssieg in Wyoming
Nur in den ersten beiden Vierteln hatten die Texas Longhorns bei ihrem Gastspiel in Wyoming ihre Probleme. Dann war QB Colt McCoy aufgewärmt und er führte Texas zum zweiten Saisonsieg. Zuvor hatte der Spielmacher der Longhorns immer wieder Mühen, sein Team in Schwung zu bringen. Am Ende hatte McCoy nur 30 von 47 Pässen an den Mann gebracht. Es war erst die dritte Partie seiner Karriere, in der er 17 Pässe oder mehr nicht vervollständigen konnte. Die Longhorns gewannen 41:10 und machten dabei vergessen, dass die Special Teams nicht gerade einen guten Tag erwischten. Erst kurz vor der Halbzeitpause machten die Gäste aus Texas durch James Kirkendoll ihren ersten Touchdown der Partie. Vier weitere in der zweiten Halbzeit sollten folgen. Just vor dem ersten großen Showdown am kommenden Wochenende gegen Texas Tech hat die Defense der Longhorns ihre Visitenkarte abgeben können.
Es sollte nach Meinung der Trainer von Wyoming das größte Footballspeil sein, das wahrscheinlich jemals im Rocky Mountain Staat stattgefunden hat. Zu Beginn wurde Head Coach Dave Christensen auch nicht enttäuscht. Mit einem Vorsprung von 33.5 Punkten wurden die Longhorns vor dem Kickoff als Sieger gewettet. Doch bis zur Halbzeitpause hielten die Cowboys mit dem großen Favoriten aus dem Lone-Star-State mit. Knapp eineinhalb Minuten vor dem Pausentee gingen die Hausherren – nachdem Luke Ruff einen Punkt geblockt hatte – sogar mit 10:6 in Führung. Doch der Touchdown von Ghaali Muhammad war dann der Weckruf für die Longhorns. Noch vor dem Ende des zweiten Viertels sorgte dann Kirkendoll für die Wende.
Im dritten Viertel behielten die Longhorns dann ihr Tempo und ihren Rhythmus bei. In drei von vier Angriffssequenzen erzielten die Texaner Touchdowns. Als McCoy dann im letzten Viertel mit seinem dritten Touchdown-Pass den späteren Endstand herstellte, leisteten die Cowboys kaum noch Gegenwehr. Die Gründe für die anfänglichen Schwierigkeiten sind durchaus vielschichtig. Dass es die fehlende Marching Band der Longhorns war dürfte dabei aber eher ins Reich der Anekdoten gehören. Wahrscheinlicher ist es dann doch, dass die Texaner mit der Höhenluft in Wyoming anfangs nicht klar kamen. Das Stadion in Laramie liegt auf rund 2.400 Meter über dem Meeresspiegel und ist damit der am höchsten gelegene Spielort in der NCAA.
© Hundt - 13.09.2009

Kam erst in Hälfte zwei in Fahrt:Longhorns QB Colt McCoy (© Getty Images)
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