AFL stellt Spielbetrieb ein

Die Fans der AFL werden erst wieder 2010 in den Genuss von spektakulären Szenen kommen.Was bisher nur ein Gerücht war und von Seiten der AFL-Offiziellen in der vergangenen Woche noch energisch dementiert wurde, ist nun Realität geworden: Die Hallenfootball-Liga wird 2009 ihren Spielbetrieb einstellen – zunächst nur vorläufig, wie es in einer offiziellen Pressemitteilung heißt. „Jeder Teambesitz in der AFL fühlt sich der Liga, dem Spiel und vor allem den Fans gegenüber immer noch verpflichtet“, erklärte der geschäftsführende Commissioner Ed Policy. Die Teambesitzer hätten angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und der ungewissen Situation erkannt, dass es notwendig sei, dass gesamt Geschäft neu zu strukturieren. Die Umstrukturierung soll in die Hände von Jim Renacci gelegt werden, der Mitbesitzer der Columbus Destroyers ist und zudem als Vize im Executive Committee der AFL fungiert. Anfang Oktober hatten mit den New Orleans Vodoos eines der wirtschaftlich stärksten Teams die Segel gestrichen. Trotzdem verneinten die Liga-Offiziellen bis in die vergangene Woche noch das Aus der Liga. Nun soll mit einer Neuordnung eine Wiederbelebung eingeleitet werden.

Handlungsbedarf gibt es bei der Umstrukturierung auf jeden Fall. Woran es der AFL in den vergangenen Jahren trotz allen sportlichen Erfolges gefehlt hat, war die organisatorische Effizienz. So war im Prinzip jedes Team der AFL der eigene Herr in der jeweiligen Region. Sponsorenverträge werden individuell abgeschlossen und verwertet. Von den Einnahmen aus den Kartenverkäufen und den Fernsehverträgen profitierte jedes Team individuell, so dass es keinen finanziellen Ausgleich gab. Bei der Entlohnung existieren derzeit 17 verschiedene Modelle.

Auch nach dem vorläufigen Aus der Hallenliga belieben einige Fragezeichen. Denn so plötzlich und überraschend kam das Ende nicht. Anfang Oktober hatte sich mit den New Orleans VooDoos eines der wirtschaftlich gesündesten Teams aus der Hallenliga verabschiedet. Und bereits in der Vorwoche hatte der Sportsender ESPN auf seiner Internetseite das vorläufige Ende verkündet. Die Meldung wurde nach nur kurzer Zeit wieder von der Seite genommen und durch eine offizielle Verlautbarung der AFL, dass man den Spielbetrieb nicht einstellen werde, ersetzt.

„Ich denke, dass es ein durchaus historischer Tag für die Liga ist. Ich denke, dass die Liga viel, viel stärker sein wird. Und sie wird aufgrund dessen, was passiert ist, für eine lange Zeit bestehen wird“, erklärte James L. Ferraro gegenüber der New York Times. Das interessanteste an dieser Erklärung ist der Zeitpunkt. Denn Ferraro, Besitzer der Cleveland Gladiators, traf diese Aussage bereits am Sonntagabend. Also noch lange bevor die Liga das offizielle Aus verkündete.

Hundt - 15.12.2008

Die Fans der AFL werden erst wieder 2010 in den Genuss von spektakulären Szenen kommen.

Die Fans der AFL werden erst wieder 2010 in den Genuss von spektakulären Szenen kommen. (© Getty Images)

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