Alles klar in der Big East
Der eigentliche Gewinner des 19:15-Sieges von Pittsburgh gegen West Virginia am Freitag war Cincinnati. Die Bearcats stehen damit bereits vor ihrem Spiel gegen Syracuse als Champion der Big East Conference fest und werden an einem der vier Bowls der Bowl Championship Series (wahrscheinlich am Orange Bowl) teilnehmen. Im Falle einer Niederlage gegen Syracuse würde es zwar einen Gleichstand der Bearcats mit Pittsburgh und West Virginia geben, aber weil man beide geschlagen hat, würde man den Tie Breaker gewinnen. An diese Möglichkeit will Head Coach Brian Kelly aber gar nicht denken. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir in einem BCS Bowl spielen werden, dass wir dort aber als unangefochtener Conference Champion antreten wollen. Wir wollen nicht Co-Champions sein sondern das Ding gewinnen. Die Spieler haben das verstanden“, kommentierte Kelly den größten Erfolg in Cincinnatis Team-Geschichte.
Für Pittsburgh war es der zweite Sieg in Folge gegen die eigentlich höher eingeschätzen Mountaineers. Im letzten Jahr hatten die Panthers West Virginia mit einem 13:9-Sieg im letzten Regular-Season-Spiel am Einzug in das Meisterschaftsfinale gehindert. Eine solche Tragweite hatte das Spiel dieses Mal nicht. Begünstigt durch eine Reihe von Fehlern der Panthers hatte sich West Virginia eine 15:7-Führung erspielt.
Nachem sie mit dem ersten Ballbesitz in nur fünf Spielzügen das 7:0 vorgelegt hatten, vergaben die Gastgeber am Ende des zweiten Ballbesitzes (11 Spielzüge, 74 Yards, sechs Minuten und 16 Sekunden am Ball) einen Field-Goal-Versuch aus 40 Yards Entfernung. In der sechsten Minute des zweiten Viertels verlor QB Bill Stull bei einem Quarterback Sack an der eigenen 39-Yard-Linie den Ball. West Virginia gelang danach ein Field Goal (20 Yards) zum 3:7. Eine Minute und 19 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit endete eine gute Angriffsserie der Panthers (10 Spielzüge, 62 Yards) mit einer Interception an West Virginias Goal Line. Und in der ersten Minute des vierten Viertels leistete sich Stull eine zweite Interception, an West Virginias 45-Yard-Linie (anschließend 11-Yard-Return bis an Piitsburghs 44-Yard-Linie), das Ganze zwei Spielzüge nachdem man selbst einen Pass abgfangen hatte. West Virginia nutzte diese Möglichkeit mit dem Field Goal (40 Yards) zum 15:7.
Im dritten Spielzug ihres nächsten Ballbesitzes nach dem 15:7 leisteten sich die Gäste aber eine Interception an der eigenen 30-Yard-Linie (plus 14-Yard-Return bis an die 16-Yard-Linie). Zwei Spielzüge später erzielte RB LeSean McCoy den Touchdown zum 13:15 für Pittsburgh. „Diese Interception gab uns den Kick, den wir brauchten“, sagte McCoy später zu dieser Situation. Die Mountaineers schadeten sich anschließend mit einer Holding-Strafe selbst und mussten nach drei Spielzügen punten. Es folgte eine Angriffsserie der Panthers, in deren Verlauf McCoy bei neun der zehn Spielzüge den Ball bekam, für alle 59 Yards verantwortlich war und die er dann auch 52 Sekunden vor Spielende mit einem 1-Yard-Lauf zum 19:15 abschloss.
© Hoch - 29.11.2008

RB LeSean McCoy entriss West Virginia den Sieg. (© Getty Images)
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