Longhorns müssen Sieg erarbeiten
Beim 28:24-Erfolg von Texas gegen Oklahoma State waren erstmals in der Saison alle Mannschaftsteile der Longhorns gefordert. „Wir können nicht jedes Spiel mit 50 oder 60 Punkten gewinnen. Wir haben gezeigt, dass wir auch bis zum Ende kämpfen können“, sagte CB Ryan Palmer nach dem Arbeitssieg. Erstmals in dieser Saison zeigten die Longhorns, dass auch sie verletzbar sind, Spiele verlieren können. Es ist selten, dass Spielmacher Colt McCoy Fehler macht, doch seine Interception und sein Fumble hätten beinahe den Sieg gekostet. Doch die Defense der Longhorns zeigte, dass auch mit ihnen zu rechnen ist und nicht nur die Offense die Siege holen kann. Es war für die Longhorns der elfte Sieg in Folge gegen die Cowboys, der aber dieses Mal hart erarbeitet werden musste. Denn die Cowboys waren den Longhorns durchaus ebenbürtig, hatten aber einfach nur zu wenig Zeit, um das Spiel noch komplett zu drehen.
Kurz vor dem Ende der Partie waren die Texas Longhorns noch einmal im Ballbesitz, schafften es auch bis an die Ein-Yard-Linie der Cowboys. Doch ein misslungener Spielzug im vierten Versuch brachte OSU noch einmal das Angriffsrecht ein. Allerdings hatte Oklahoma State nur noch 30 Sekunden, um die 99 Yards zu überbrücken. Bis in die Spielfeldmitte schafften es die Cowboys, doch der letzte Pass von Zac Robinson war zu kurz. „Wir hatten sie da, wo wir sie das gesamte Spiel über haben wollten. Uns haben dann zum Ende einfach nur ein paar Spielzüge gefehlt“, war Robinson enttäuscht. Auch wenn OSU nach sieben Siegen in Folge die erste Niederlage einstecken musste, können sie erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Im Rennen um die Nationale Meisterschaft sind sie zwar wahrscheinlich eliminiert, aber in der Big 12 haben sie immer noch alle Möglichkeiten.
Die Defense der Longhorns hatte das gesamte Spiel über gut zu tun. Vor allem RB Kendall Hunter bekam die zweitbeste Laufabwehr der NCAA nicht in den Griff. Am Ende standen für den Ballträger der Cowboys 161 Yards Raumgewinn, ein Touchdown aber auch ein Fumble zu Buche. Und genau dieser Fumble war die Ausgangsposition für die 7:0-Führung der Hausherren. Dass es kein leichter Tag werden würde, war allen Texanern relativ früh klar. Denn bereits in der ersten Angriffsserie musste man punten und die Gäste waren hoch motiviert.
Der knappe Sieg kam für die Longhorns vermutlich gerade zum richtigen Zeitpunkt. Denn in der kommenden Woche wartet mit Texas Tech der nächste schwere Gegner. Vor allem QB Colt McCoy dürfte das Spiel wieder zurück in die Realität geholten haben. In den vergangenen Wochen war der Spielmacher nahezu perfekt, schien Football aus einer anderen Welt zu spielen. Doch seine Interception im dritten Viertel und sein Fumble im vierten Viertel zeigten, dass auch er nur ein normaler Footballspieler ist, der auch Fehler macht.
© Hundt - 26.10.2008
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