Kirchdorf zieht sich zurück

Nächstes Jahr werden die Wildcats nicht in der GFL 2 auf Touchdown-Jagd, wie hier gegen die Wiesbaden Phantoms, gehen.„Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht“, erklärte Präsident Hans-Peter Klein in einer außerordentlichen Spielersitzung am Freitag im Inntalhof in Kirchdorf. „Die momentane finanzielle Situation und die Lizenzbedingungen für die Bundesliga lassen uns aber keine andere Wahl“, so der Vorstand. Die versammelte Mannschaft im Saal war zu großen Teilen bereits vorab informiert und so war die Überraschung nicht allzu groß über diesen Schritt.

"Obwohl das Team die Klasse in der 2. Bundesliga halten konnte, wäre die Kaderstärke für 2009 nur bedingt bundesligatauglich gewesen. Um in dieser schweren Liga mithalten zu können ohne das junge Team zu verheizen hätte die Mannschaft mit externen Kräften verstärkt werden müssen, dies geht jedoch gegen die Vereinsphilosophie, Eigengewächse auf Schlüsselpositionen zu entwickeln. Die mittlerweile extremen Anforderungen in der GFL 2 sind für ein kleines Programm wie Kirchdorf nur noch sehr schwer zu bewältigen. Wenn wir für 2009 uns nur einmal die Fahrstrecken ansehen, so kommen Kosten auf uns zu, die erhebliche sind", erklärte Klein weiter. Die Gegner in dieser Liga wären Rothenburg o.d. Tauber (die kürzeste Auswärtsfahrt), Wiesbaden, Saarbrücken, Darmstadt, Montabaur, und die beiden Aufsteiger Mannheim und Kaiserslautern.

Die Wildcats glauben, dass dieser Schritt notwendig ist um sich wieder zu konsolidieren. Die junge Mannschaft hat für die Zukunft alle Chancen sich neu zu orientieren und aufzubauen um sich für die 2. Liga wieder zu qualifizieren. "Die Spieler haben das Zeug dazu, der organisatorische Rahmen und die Finanzen müssen allerdings auch passen", so der Präsident und das ist momentan eben nicht der Fall. "Wir wollen auf keinen Fall Geld aus der Nachwuchsarbeit ziehen um mit aller Gewalt in der GFL 2 zu bleiben", so Klein. Erfreut zeigte sich der Vorstand allerdings, dass die Trainer diese Entscheidung „schweren Herzens“ mittragen. Der neue Head Coach der Footballer des TSV Kirchdorf, Thomas Simmeit, übernahm im Anschluss an Kleins Ausführungen auch die Vorstellung des Konzeptes für die Regionalliga und strich deutlich einige Punkte hervor. Ziel muss es sein in der Regionalliga 2009 die Playoffs zu erreichen. Dies ist auch der erklärte Wille der Mannschaft. „Schaffen können wir das nur mit einem verbesserten Training“, so Simmeit, der auch gleich alle Coaches für diese Aufgabe präsentieren konnte. Simmeit hat bereits gute Kontakte zu einem Coach aus den Staaten aufgebaut, „ der uns 2009 weiterbringen kann“. Ziel wird es im Coaching sein wieder physisch härteren und schnelleren Football zu spielen. „Wir wollen wieder ein Team werden, über das die Gegner reden und unser Programm als Vorzeigeprojekt sehen“, so der Head Coach.

Nach anfänglicher Enttäuschung über diesen Schritt herrsche bei ihm und seine Trainerkollegen allerdings nun Zuversicht und wenn die Mannschaft seinem Weg folgen wird, wird das Team auch wieder dahin zurückkommen, wo er die Wildcats sehen will: Eines der Topteams in der 2. Bundesliga, „egal wie dieser Platz aussehen wird“. Die Wildcats wollen ihren Fans wieder attraktiven Football bieten und ein Programm präsentieren, dass von den Senioren über die Jugend und das Flagteam zu den besten Bayerns gehört. „Das alles können wir schaffen, wenn wir ein echtes Team sind und das wollen“, so Simmeit zum Abschluss.

Dass diese Entscheidung der Wildcats in die Regionalliga zu gehen die richtige Entscheidung gewesen sein könnte, belegt das Beispiel der Königsbrunn Ants. Die Ants traten in der vergangenen Saison hauptsächlich mit Nachwuchsspielern an und erzielten in 14 Spielen insgesamt gerade einmal einen Touchdown. Über den Rückzug der Wildcats könnten sich jetzt die Teams der Stuttgart Silver Arrows und Aschaffenburg Stallions freuen. Die Silver Arrows waren durch den Klassenerhalt von Kirchdorf abgestiegen und dürfen sich jetzt Hoffnungen machen am grünen Tisch in der GFL 2 Süd zu verbleiben. Auch die Aschaffenburg Stallions können trotz der beiden Niederlagen gegen Aufsteiger Mannheim sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen - als Nachrücker, da Kaiserslautern ja kampflos aufgestiegen ist, da der Gegner der Pikes den Aufstieg nicht wollte.

Schüler - 29.09.2008

Nächstes Jahr werden die Wildcats nicht in der GFL 2 auf Touchdown-Jagd, wie hier gegen die Wiesbaden Phantoms, gehen.

Nächstes Jahr werden die Wildcats nicht in der GFL 2 auf Touchdown-Jagd, wie hier gegen die Wiesbaden Phantoms, gehen. (© Schneider)

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