Kiel Baltic Hurricanes besiegen Hamburg zum zweiten Mal

Football sorgt in Kiel wieder für Karnevalsstimmung! Emotionen pur erlebten die 4300 Zuschauer vor, während und nach dem zweiten Teil des Nord Derby Kiel gegen Hamburg. Vor dem Wettkampf erlebten die Footballfans den gemeinsamen Einlauf des aktuellen Kaders und fünfzig ehemaliger Spieler, die sich am Wochenende zu einem Alumni-Treffen versammelten und in der Umkleidekabine von Head Coach Kent Anderson und dem allerersten Trainer John Mahnen entsprechend auf das Gipfeltreffen in der norddeutschen Tiefebene eingestimmt wurden. Dass auch noch der Spielball und das Maskottchen „Al“ von einem Seaking Hubschrauber des Marinefliegergeschwaders 5 mit einschwebte, erinnerte schon ein wenig an die Super Bowlzeremonie, wenn nach dem Abspielen der Hymne stets drei US-Kampfjets über das Stadion hinwegfliegen und zeigt, dass der ASC Kiel es gelernt hat, interessante Events zu organisieren.

Nicht minder aufregend verliefen auch die ersten Spielminuten für beiden Mannschaften. Hamburgs Defense Tackle Sven Röpcke gelang der erste Quarterbacksack des Tages gegen QB Adrian Rainbow und ließ schnell erkennen, dass die Blue Devils aggressiv im Holstein Stadion auftreten wollten. Dieses gelang auch in der folgenden Szene. Die erste Angriffssequenz der Canes endete mit einem Punt, doch auch die Gäste mussten ihr Angriffsrecht nach vier Fehlpässen schnell wieder abgeben, so dass beide Verteidigungsmannschaften die ersten Erfolgsmomente für sich einheimsten. Überhaupt waren die ersten zwei Viertel defensegeprägt und nur der akrobatische Passfang von WR Brandon Langston, der zur 6:0 Führung führte und der die sieben Spielzüge mit insgesamt 75 Yards Raumgewinn abschloss, lenkte von einseitigen Angriffsversuchen beider Mannschaften ab.

Die Hamburg Blue Devils konzentrierten sich verstärkt auf ihr Passspiel und schwörten auf ihre Standardformation mit vier Receivern. Am Ende konnten die Gäste sich 340 Yards durch Passing sichern, doch die Prozentzahl von 53% kompletter Pässe, war eindeutig schlechter, als die der Gäste, die zwar nur 253 Yards Raumgewinn erzielten, dafür aber mit einer 76%-Quote effizienter als die Hamburger arbeiteten. Das Geheimnis des Kieler Erfolges löste schließlich Canes-Sprecher Jan Weber auf, der mitteilte, dass die Canes Defense an diesem Tag nur wenige „Big Plays“ zuließ und dass die Devils hauptsächlich über die Kurz- und Mitteldistanz brillierten, aber es nur selten für längere Pässe reichte. Aber auch die saubere Bilanz des Middlelinebackers Neil Sintim-Aboagye, der John van Look vertrat und dem 15 Tackles gelangen sollten nicht unerwähnt bleiben, da kurioserweise beide aus der Hansestadt stammten. Bekanntlich spielte John van Look jahrelang bei den Devils, während Sintim-Aboagye von den Hamburg Eagles an die Förde wechselte.

Nach der Pause zeigte schließlich auch der vierfache Deutsche Meister, dass er punkten konnte und glich durch einen 19 Yard Touchdown-Pass von Josh Brehm auf Wide Receiver Philipp Schulz aus und es kristallisierte sich endlich der ersehnte offene Schlagabtausch zwischen den beiden Rivalen heraus.
Den anschließenden Kickoff trug Kiels Estrus Crayton bis an die 35 Yard Linie der Hamburger zurück und mit Hilfe eines Fouls des Hamburger Kickoff Teams begannen die Canes an der 35 Yard Line. Es brauchte nur drei Spielzüge, bis die Canes die Führung zurückerobert hatten und abermals fünf Spielzüge der Blauen, bis eine Interception die Gastgeber wieder in Ballbesitz brachte, der aber auch nur mit einem Punt beendet wurde. Immerhin sollten die Hamburger diesmal drei Punkte durch ein 30 Yards Field Goal erzielen, so dass das vierte Viertel die Entscheidung bringen musste, welche Mannschaft sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf ein Heimspiel im GFL-Playoff-Viertelfinale machen darf.

Im letzten Abschnitt der Partie hatten zunächst die Fördestädter das Glück auf ihrer Seite. Ganze vier Spielzüge brauchten die Spieler um Quarterback Adrian Rainbow, um 69 Yards zu überbrücken. Brandon Langston war erneut zur Stelle und erhöhte auf 18:9, so dass die Devils in Zugzwang gerieten. Ein kräftiger Lauf von Hamburgs Allrounder Jared Dumm verkürzte auf 18:15, doch nur wenige Sekunden später servierten die Hurricanes ihren jubelnden Fans einen wahren Footballleckerbissen.
Estrus Crayton übernahm den Ball von Quarterback Adrian Rainbow und warf einen Pass auf den vollkommen freistehenden Brandon Langston, der das Lederei 63 Yards weit in die Hamburger Endzone trug und die Partie eigentlich entschied.

Ein fast unglaublicher Fehler sollte jedoch die Spannung noch ein wenig anschwellen lassen und die Gemüter weiter erhitzen. Hamburgs Kicker Kai Philip Stieg wurde beim Punt illegal geblockt, so dass die Schiedsrichter auf ein First Down zu Gunsten der Devils entschieden. Ein 11-Yard-Pass von Josh Brehm auf Jared Dumm führte die Gäste noch einmal in die Nähe der Kieler Endzone, die es zudem nicht verstanden, den Ball und die Gameclock zu kontrollieren. Rechtzeitig zur „Two Minutes Warning-Ansage“ erhielten die Hamburger noch einmal den Ball, schafften es aber nicht mehr, auch aufgrund des einsetzenden Regens, der ja eigentlich den Devils schon gute Dienste geleistet hat, ihr Passpiel zu etablieren.

Entsprechend groß war der Jubel der Kieler Fans nach dem Abpfiff. Gegen den Nachbarn gewann man nun bereits zwei Spiele in einer Saison, so dass der zweite Tabellenplatz gesichert wurde und die folgenden Auswärtsspiele gegen Dresden und Berlin zeigen werden, ob die Canes weiterhin zum erweiterten Favoritenkreis gehören dürfen.



Viertel 1 2 3 4 Viertel
Kiel Baltic Hurricanes 6 0 6 13 25
Hamburg Blue Devils 0 0 9 14 23

06:00 Langston 3-Yard-Pass von Rainbow
06:06 Schulz 19-Yard-Pass von Brehm
12:06 Crayton 29-Yard-Pass von Rainbow
12:09 Stief 30 Yards Field Goal
18:09 Langston 35-Yard-Pass von Rainbow
18:16 Dumm 8-Yard-Lauf (PAT Stief)
25:16 Langston 63-Yard-Pass Crayton ( PAT Groß)
25:23 Dumm 11-Yard-Pass von Brehm (PAT Stief)

Zuschauer: 4300

Schlüter - 03.08.2008

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Football sorgt in Kiel wieder für Karnevalsstimmung! (© Schlüter)

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